Optimal texten: Spannungsbogen in Online-Texten

Wie bei anderen Textgattungen hilft Ihnen ein Spannungsbogen auch bei Online-Texten dabei mehr Leser zu gewinnen, aber vor allem Ihre Leser bis zum Ende zu fesseln. Auf das veränderte Leseverhalten im Internet sowie auf die Bedeutung der SEO-Optimierung sind wir hier im Blog bereits ausführlicher eingegangen. Welche Bedeutung haben jedoch ein Spannungsbogen und die richtige Textlänge für den Erfolg Ihres Textes? Welche Stilmittel sollen Sie optimalerweise verwenden, um Ihren Text interessanter zu gestalten?
Im folgenden Fachbeitrag zum Spannungsbogen in Onlinetexten erfahren Sie:
  1. Welche Textlänge auch bis zu Ende gelesen wird
  2. Wie wichtig ein gutes Storytelling für Ihren Text ist
  3. Welche Stilmittel Sie bei Online-Texten sinnvoll einsetzen können
  4. Wie Sie Ihren Text entlang eines Spannungsbogens aufbauen

1. Welche Textlänge wird am ehesten bis zu Ende gelesen?

Die Frage, welche Textlänge bei Online-Texten optimal ist, damit der Leser sie auch wirklich bis zum Ende liest ist nicht so einfach zu beantworten. Selbstverständlich gibt es hier große Unterschiede zwischen Twitter und Facebook-Posts, einem Blogbeitrag oder dem Fachbeitrag einer informellen Internetseite. Hierzu gibt es eine Vielzahl verschiedener Untersuchungen, die trotz teils unterschiedlicher Einzelergebnisse darin übereinstimmen, dass weniger oftmals mehr ist. Leser verlieren spätestens nach etwa 7 Minuten das Interesse. Das gilt jedoch nur insoweit, wenn Leser flüchtig Texte nach bestimmten Informationen scannen. Suchen Internetnutzer spezifische Informationen, gelten abweichende Textregeln für längere Fachtexte.

Fachspezifische Texte mit rein informellem Charakter dürfen auch online deutlich umfangreicher ausfallen. Für solche Textinhalte gilt: Wertvoll ist, was für die Zielgruppe relevant ist. Twitter-Nachrichten hingegen, erreichen User am besten wenn diese Botschaften im Telegrammstil  weniger als 100 Zeichen haben. Hier gilt es: So kurz wie möglich auf den Punkt gebracht! Trotzdem kann eine solche Twitter Kurznachricht Leser gezielt zu einem ausführlichen Fachbeitrag führen. Konkret resultiert das optimale Zusammenspiel unterschiedlicher Onlinekanäle in einem deutlich höheren Engagement; was bedeutet, dass sich der Leser intensiver mit Ihrer Seite und Ihren Inhalten auseinandersetzt. Bei Facebook-Posts mit weniger als 40 Zeichen steigt die Erfolgsrate sogar noch sprunghafter. LinkedIn-Messages mit weniger als 25 Worten werden sogar am häufigsten weitergeleitet. Blogbeiträge mit rund 1.600 Wörtern erhalten einigen Untersuchungen zufolge zwar nicht die meisten Klicks, aber den höchsten Aufmerksamkeitsgrad. Kommen dann noch gezielt den Textinhalt unterstützende Bilder oder Infografiken hinzu ist eine reine Textlänge von circa 1.000 Wörtern im Regelfalle völlig ausreichend. Während ein längerer Text zum Lesen vertieft und beim Leser Seriosität hinsichtlich Texttiefe, Detailgrad und Informationsgehalt erzeugt

Textlänge – Unsere Empfehlung für unterschiedliche Online-Textformen

Der Spannungsbogen in Online-Texten hilft mehr Leser zu gewinnen, vor allem aber Ihre Leser bis zum Ende zu fesseln. Was ist die richtige Textlänge für den Erfolg eines Textes online? Für verschiedene Textarten gelten jeweils unterschiedliche Vorgaben zur Länge.

  • Blog-Beitrag: Mindestens 600 bis 800 Wörter, maximal 1800 Wörter für einen ausführlichen Blog-Artikel zu einem Themenschwerpunkt. Idealerweise unterstützen 3 Bilder oder Info-Grafiken ihren Blogbeitrag. Aufzählungen und Bullet-Points erleichtern Ihren Bloglesern den Lesefluss, ein Fazit fasst die wichtigsten Inhaltspunkt am Ende des Blogartikels zusammen.
  • News: 150 bis 200 Wörter, 1-2 Bilder
  • Fachbeitrag: 1200 bis 1500 Wörter, ergänzt idealerweise um 1-3 Infografiken oder fachspezifische Bilder.
  • Experten-Tipp: 500 bis 600 Wörter, 1-2 Bilder
  • Twitter-Kurznachricht: weniger als 100 Zeichen, 1 Hashtag mit dem Hauptkeyword – Elementar: Neugierde wecken! Ein Muss ist auch bei Twitter ein Bild zu posten…
  • Facebook-Post: testen Sie Ihre Erfolgsquote von Facebook-Posts mit weniger als 40 Zeichen! Maximal sollte ein Facebook Post 2-3 Sätze umfassen! Unbedingt: Ihr Post muss neugierig machen! Kein Facebook-Post ohne Bild, idealerweise mit integriertem Call2Action!
  • Landingpages: Führend sind Handlungsaufforderungen, der Call2Action  – nur 1 !!! Call2Action je Landingpage – selbsterklärende Bilder sowie kurze Erläuterungen, maximal 500 Wörter
  • Produktbeschreibung: minimal 50 Wörter – gute Produktbeschreibungen haben einen Umfang von 150 Wörtern. Exzellente Produktbeschreibungen erwecken Sehnsüchte und zwingen Besuchern förmlich ein „muss ich haben“ auf und überführen mit aktiver Ansprache gezielt in den Warenkorb!

2. Wie wichtig ist ein gutes Storytelling für Ihren Text?

Durch ein gutes Storytelling können Fakten viel einfacher vermittelt werden, als mit einem langweiligen Text. Eine unterhaltsame Geschichte hinter Ihrem Thema sowie der rote Faden erzeugt Aufmerksamkeit und kann Gefühle in Ihren Lesern auslösen, die wichtig sind, damit Sie den Text auch wirklich bis zum Ende lesen. Wichtig ist jedoch die Authentizität beim Storytelling, denn Ihre Geschichte sollte glaubwürdig und nicht gänzlich frei erfunden sein, damit sich der Leser in sie hineinversetzen kann. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch, dass Sie Ihre Adressaten kennen und so zum Beispiel gegebenenfalls kulturelle Unterschiede berücksichtigen können. Letztlich sind auch der zeitliche und der kausale Zusammenhang beim Storytelling wichtig.

3. Welche Stilmittel können Sie bei Online-Texten sinnvoll einsetzen?

Selbstverständlich können Sie auch bei Online-Texten eine Vielzahl an Stilmitteln einbringen, die Sie aus anderen Textgattungen kennen. Das Internet ist jedoch ein sehr aktives Medium, das seine Nutzer auffordert selber etwas zu tun. Nutzen Sie dies und ermöglichen Sie zum Beispiel den Austausch zwischen Ihnen und Ihren Lesern durch Kommentarfunktionen oder bauen Sie Links ein, die einen echten Mehrwert versprechen. Vor allem aber sind Online-Texte hervorragend geeignet, um das klassische Storytelling multimedial zu bereichern. Grafiken, Animationen und Fotos können, zumindest gezielt eingesetzt, Ihren Text bereichern und fordern den Leser heraus, sich näher mit Ihrem Thema auseinanderzusetzen. Informationen können durch ergänzendes Bildmaterial darüber hinaus besser verknüpft werden und bleiben länger im Gedächtnis.

4. Wie bauen Sie Ihren Text entlang eines Spannungsbogens auf?

Ein Spannungsbogen ist auch bei Online-Texten wichtig, um das Interesse Ihrer Leser wachzuhalten. Um Spannung zu erzeugen ist es zunächst einmal unabdingbar seine potentiellen Leser zu kennen. Als Autor bewegt man sich immer entlang eines recht schmalen Grates, denn einerseits muss der Leser ein Stück weit im Ungewissen gelassen werden und andererseits muss er orientiert sein und wissen worum es geht. Nur wie es wirklich weitergeht sollte er nicht wissen. Als gängiger Einstieg kann zum Beispiel ein Anreißer – der Teaser – gewählt werden, auf den dann direkt eine Frage folgt, deren Antwort nicht gleich offensichtlich ist. Der Leser muss nun besonders behutsam, auch mit Hilfe von Absätzen und Zwischenüberschriften durch den Text geleitet werden, ohne dass bei Ihm jedoch das Gefühl aufkommt seine Freiheit, die typisch für Online Texten ist, zu verlieren. Entlang eines roten Fadens sollten Sie Ihm bei Online-Texten die Möglichkeit bieten nur das zu lesen, was er auch wirklich lesen möchte, und erst ganz am Schluss sollten Sie die anfänglich aufgeworfene Frage beantworten.

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Fazit

Online-Texte dürfen nicht zu lang sein, damit das Interesse des Lesers nicht zu früh abbricht. Mit Hilfe einer guten Geschichte, die sich konkret an den Leser richtet, kann nicht nur Aufmerksamkeit gewonnen, sondern auch eine Identifikation geschaffen werden. Um einen Online-Text wirklich spannend zu gestalten, sollte man die Besonderheiten des Mediums Internet gezielt nutzen, wobei der Leser behutsam entlang eines roten Fadens geführt werden sollte. Mit der Beantwortung der anfangs gestellten Frage, sollte man ganz bis zum Schluss warten, aber gleichzeitig sollte dem Leser die Freiheit gelassen werden, nur das zu lesen, was ihn auch wirklich interessiert. Für das Auge des Lesers gut scanbare Onlinetexte helfen durch ihre optische Text-Gliederung ungeduldigen Lesern den Texten bis zum Schluss zu folgen. Der Call2Action steht am Ende eines Onlinetexts. Unbedingt müssen Ihre Onlinetexte ein definiertes Ziel verfolgen und zielgerichtet auf diese Zielerfüllung ausgerichtet sein.

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Online-Redakteur im INZTITUT-Blog

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Kommentare
    Tanja Wienberg · 17.05.2018

    Sehr gut geschrieben 🙂


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