Objektorientierte Programmierung

Die Objektorientierte Programmierung basiert auf einer Welt voll digitaler Objekte und definiert Programmiersprachen neu. Mit dem revolutionären Konzept der objektorientierten Programmierung bieten Klassen, Klassenmethoden und gekapselte Objekte moderne Programmierkonzepte um Computerprogramme modular und leicht portierbar zu gestalten.

Was ist neu an objektorientierter Programmierung?

Die imperative Programmierung basierte auf hintereinander ausgeführten Programmbefehlen. Statt Programme nur auf Prozeduren und aufeinanderfolgenden Daten und Programmroutinen aufzubauen bietet die objektbasierte Programmierung einen neuen Ansatz. Dabei orientiert sich das Konzept der Objektorientierung an dem Verständnis wie auch wir Menschen unsere Umwelt wahrnehmen, nämlich in Form von Objekten und Funktionen und deren Interaktionen in Form unterschiedlicher Programmaktivitäten und Kommunikation untereinander.

Die 4 Grundpfeiler der objektorientierten Programmierung

Die 4 Grundpfeiler der objektorientierten Programmierung: 1) Generalisierung, 2) Vererbung, 3) Kapselung und 4) Polymorphismus.

In 3 Schritten zur objektorientierten Programmierung:

  1. System in Einzelteile zerlegen
  2. Unabhängige Komponenten programmieren
  3. Vererbung nutzen und Programm-Schnittstellen definieren

Was beinhaltet ein objektorientierter Programmentwurf?

Ein objektorientierter Programmentwurf unterteilt die Programmlogik in viele kleine unabhängige Komponenten (Objekte), die zusammen das digitale Abbild der Realität bilden. Aus einzelnen Bausteinen, ergibt sich das Objekt. Komplexere Objekte können aus einfachen Objekten zusammengesetzt wurden. Ganz wie in der Realität!

Die Struktur der Objekte wird in objektorientierten Programmiersprachen durch Klassen festgelegt, die wie eine Schablone für den Aufbau der Programmobjekte funktionieren.

Vorteile objektorientierter Programmierung:

Die folgenden Merkmale der objektorientierten Programmierung sind zugleich die Vorteile der Objektorientierung:

  • Objekte, Klassen und Methoden
  • Vererbung
  • Kapselung
  • Wiederverwendung
  • Funktionen mit Parametern
  • Punktnotation
  • Abfrage von Eigenschaften
  • Klassenbibliotheken

Vererbung und damit Wiederverwendung sind Konzepte, die dazu geführt haben, dass die Objektorientierung in den gesamten Entwicklungszyklus integriert wurde. Die Wiederverwendung von Softwarekomponenten in Form von Klassen erhöht im allgemeinen die Qualität von Software und trägt dazu bei Kosten zu reduzieren.

Objektorientierte Programmierung mit UML visualisieren

Die Modellierung dient zur Veranschaulichung und um Softwarearchitekturen und Programmierkonzepte unter Informatiker und Programmierer leicht verständlich zu dokumentieren. Mit der Notation UML lässt sich die Beziehung zwischen Klassen und Methoden einfach und gut verständlich modellieren. Dabei visualisiert der Programmierer mit Klassendiagrammen, Sequenzdiagrammen oder einem Use-Case-Diagramm den Zweck und die Verwendung der erstellten Objekte, Klassen und Methoden.

Die wichtigsten Grundlagen für objektorientierte Programmierung:

  1. Generalisierung
  2. Vererbung
  3. Kapselung
  4. Polymorphismus

Objektorientierung und Agile Softwareentwicklung

Einer der größten Vorteile der Objektorientierung in der Programmierung ist die beliebige Wiederverwendbarkeit definierter Programmlogik. Objektressourcen stehen in Form vielfältigster Objektklassen zur freien Verwendung.

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