Hybridsprachen

Was ist eine Hybridsprache?

Hybridsprachen sind Programmiersprachen (analog hybride Programmiersprachen), bei denen objektorientierte und prozedurale Konzepte in einer Programmiersprache verbunden sind. Hybridsprachen bieten oft einen leichten Übergang zwischen dem Konzept einer strukturierten Programmiersprache zu dem objektorientierten Konzept indem beide Methoden miteinander kombiniert werden.

Viele Hybridsprachen wählen zudem einen Kompromiss zwischen einer Programmiersprache mit vollständig kompilierten Sourcecode und einer Programmiersprache mit interpretierbarem Quellcode.

Warum gibt es Hybridsprachen?

Nicht bei allen Programmiersprachen ist es erforderliche den Quellcode zu kompilieren. Java ist zum Beispiel sowohl eine objektorientierte Programmiersprache, die plattformunabhängig ist und der Sourcecode von Java als Hybridsprache ist ist nicht direkt ausführbar. Erst durch den Java-Compiler – der Bestandteil jeder Javaentwicklungsumgebung ist – wird der sogenannten Java-Bytecode erzeugt.

Vorteile der Hybridsprachen:

  1. Hybridsprachen verbinden prozeduale Methoden mit dem Konzept der Objektorientierung
  2. damit bieten Hybridsprachen einen leichten Einstieg zu den Konzepten der Objektorientierung
  3. Hybridsprachen sind plattformunabhängig
  4. Hybridsprachen nutzen oft Bytecode als Kompromiss zwischen vollständig kompiliertem und zu interpretierendem Quellcode

Hybridsprachen sind plattformunabhängige Programmiersprachen

Jede Hybridsprache ist zugleich ein Konzept einer Programmiersprache das besonderen Wert auf Plattformunabhängigkeit legt.

Java Bytecode als Mix aus kompiliertem und interpretierbarem Programmcode

Java Bytecode ist ein Mix aus kompiliertem und interpretierbarem Sourcecode.

Hybridsprachen – Mix aus kompilierter und interpretierter Programmiersprache

Java-Bytecode ist eine sogenannte Hybridsprache mit einem Konzept das den Kompromiss zwischen vollständig kompiliertem Binärcode und interpretierbarem Quellcode wählt.

Die Hybridsprache C++

C++ wurde 1984 von Bjarne Stroustroup als objektorientierte Erweiterung der Programmiersprache C entwickelt. C++ ist somit eine Hybridsprache, welche die Konzepte der  prozeduralen Programmiersprachen mit der Objektorientierung verbindet. Das „++“ in C++ drückt aus, dass C++ eine Variante von C ist, bei der objektorientierte Sprachkonstrukte ergänzt wurden.

C++ ist aktuell eine sehr weit verbreitete Programmiersprache. Gründe für den Erfolg und die Beliebtheit von C++ liegen sicherlich sowohl in der Kompatibilität von C++, wodurch existeriende C-Programme ohne zusätzlichen Aufwand weiterverwendbar sind, wie der leichte Umstieg von C zu C++. Softwareentwickler, die mit C vertraut sind, können sich leicht schrittweise in die objektorientierten Konzepte von C++ einarbeiten. Dies ist ein genereller Vorteil aller Hybridsprachen.

Beispiele für Hybridsprachen

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