Glossar für Onlinemarketing, eCommerce & Webdesign

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View

In der IT ist ein View ist eine spezifische Darstellung eines komplexen Sachverhalts wie einem Software-System oder einer Software Architektur.

Views als Set von Software Architektur Elementen

Views sind dabei ein zusammenhängendes Sets von Softwarearchitektur-Elementen in genau der Form wie sie von den Stakeholdern eines Systems erstellt wurden. Views sind Gegenstand der Modellierung eines IT-Systems.

Views, Elemente und Relationen

Ein View besteht aus dem Set der Elemente des Systems sowie den Relationen zwischen ihnen. Ein View ist somit die Repräsentation einer Struktur. Und Strukturen bestehen in der Regel aus den Beziehungen (Relationen) zwischen Elementen innerhalb des Softwaresystems.

Gestalte Views so übersichtlich wie möglich!

Ein View profitiert von Übersichtlichkeit und Klarheit in der Darstellung. Eine häufige Frage bei der Erstellung eines Views lautet:

“Welche Aspekte brauchen in einem View nicht betrachtet werden?“

Die Antwort darauf lautet schlicht und ergreifend, das die Gestaltung des Views auf die Zielgruppe abzustimmen ist. Je besser die Interessen und Ziele und damit die möglichen Fragestellungen der Zielgruppe bekannt sind, desto klarer lässt sich der View gestalten.

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Virales Marketing

Der Begriff virales Marketing wird heute besonders häufig gebraucht, wenn es um die Verbreitung von Nachrichten in sozialen Netzwerken geht. Im Marketing ist der Begriff jedoch schon länger bekannt und wird oft auch als Viral- oder Virusmarketing bezeichnet. Nachrichten können sich jedoch auf unterschiedlichste Arten verbreiten, so zum Beispiel auch durch Postkarten, Filmclips, Blogs oder Internetforen. Sie werden jedoch immer viral, das heißt wie bei einem biologischen Virus, von Mensch zu Mensch übertragen. Das Marketing nutzt diese Eigendynamik, um Werbebotschaften und Informationen über Produkte oder Dienstleistungen zu verbreiten. Innerhalb kürzester Zeit ist es so möglich eine sehr große, jedoch häufig unspezifische, Zielgruppe zu erreichen.

Man unterscheidet im Allgemeinen zwischen passivem viralem Marketing, bei dem sich die Nachricht allein durch die Nutzung eines Produktes verbreitet und aktivem viralen Marketing, bei dem der Nutzer selber aktiv werden muss, um bei Freunden und Bekannten zu werben. Werbezeilen unter den Emails von Freemail-Anbietern sind nur ein Beispiel für passives virales Marketing, da sich die Werbung mit jedem Senden von Emails verbreitet. Bei Funktionen, mit denen man aktiv Freunde auf eine Webseite einlädt, spricht man dann hingegen vom aktiven viralen Marketing.

Darüber hinaus unterscheidet man beim viralen Marketing auch noch zwischen einem werbungsorientierten und einem ganzheitlichen Ansatz. Beim werbungsorientierten Ansatz steht ein möglichst hoher Verbreitungsgrad der Werbebotschaft im Vordergrund, während der ganzheitliche Ansatz weitergeht und auch für die Marktforschung, die Preisfindung oder die Produktgestaltung genutzt werden kann.

Generell können sich ganz unterschiedliche Medienformate zu viralen Hits im Internet entwickeln. Besonders häufig tritt der virale Effekt bei Videos auf, die sich über Plattformen wie Youtube rasend schnell verbreiten können und so ein Millionenpublikum erreichen. Ein interessantes Beispiel ist auch das bekannte Videospiel Moorhuhn, das ursprünglich als Werbung für einen Anbieter von Spirituosen programmiert wurde und sich mit der Zeit zu einem echten Selbstläufer entwickelt hat.

Jetzt lesen: Wie Sie mit Influencer Marketing erfolgreich in das virale Marketing starten!


Visits

Visits (Besuche) sind eine Maßzahl (KPI) im Onlinemarketing für die mit einem Web-Analyse-Tool ermittelte Anzahl ermittelte Seitenaufrufe; vgl. unique user.


Vollton

Mit Vollton wird eine reine Grundfarbe für Printverfahren bezeichnet. Im Druck wird die Helligkeit einer Farbe durch Aufrastern erzielt. Ein 100%-tiger Auftrag der Farbe hat kein Raster und ist somit eine Volltonfarbe. Der Vollton kommt zu meist bei der Verwendung von Sonderfarben zur Anwendung.

Vollton Farbe in Print und Grafikdesign

Für Print wird entweder mit Volltonfarbe oder mit Prozessfarben gearbeitet. Volltonfarben und Prozessfarbe sind die beiden wichtigsten Druckfarbtypen im Druckgewerbe und Grafikdesign.

In Programmen wie Adobe InDesign oder Photoshop wird der Farbtyp einer Farbe im Bedienfeld für Farbfelder durch ein Symbol neben dem Farbnamen angezeigt.


Vorgehensmodelle

Was sind Vorgehensmodelle?

Vorgehensmodelle definieren eine festgelegte Reihenfolgen von Aktivitäten in Projekten.

Softwaredesign und die Architektur von Software stellen digitale Strategien vor anspruchsvolle Herausforderungen im Projektverlauf die sich von Beginn an, über ein geeignetes Vorgehensmodell wesentlich leichter zum Erfolg führen lassen.

Vorgehensmodell für Softwareprojekte

Softwareprojekte sind überwiegend innerhalb eines extrem kurzen Projektzeitraums zu realisieren. Dabei erfordern bereits kleinere Softwareprojekte eine Fülle unterschiedlichster Projektanforderungen zu erfüllen. Umso wichtiger ist deshalb für den Erfolg von Softwareprojekten die Auswahl eines geeigneten Vorgehensmodells.

Grundsätzlich definieren Vorgehensmodelle:

  • Phasen und Reihenfolge von Prozessen im Projektablaufs
  • definierte Projekt-Aktivitäten
  • Projektverantwortlichkeiten
  • Definition der Anforderungen
  • Milestones und Teilergebnisse
  • erforderliche Inputs
  • notwendige Mitarbeiterqualifikationen
  • anzuwendende Standards, Richtlinien, Methoden und Werkzeuge

Grundproblem fast aller Softwareprojekte:

In immer kürzen Projektzeiträumen sind neben einer Vielzahl funktionaler Anforderungen zugleich eine Fülle qualitativer Anforderungen zur Zufriedenheit aller Beteiligten zu erfüllen. Auch wenn die Qualität von Software selbstverständlich sein sollte, wird die Definition von Abnahmekriterien vielfach völlig außer Acht gelassen, zumal oftmals bereits die vollständige Aufnahme von Anforderungskriterien übersprungen wird.

Schritt 1: Anforderungsanalyse

Idealerweise bestimmt ein organisatorischer Rahmen welche Anforderungen innerhalb eines Projekts an eine Softwarelösung bestehen.

Schritt 2: Auswahl Vorgehensmodell

Auf Basis einer solchen Anforderungsdefiniton kann dann in einem zweiten Schritt ein geeignetes Vorgehensmodell ausgewählt werden.

Standardvorgehensmodelle sind ein Risiko für Ihren Projekterfolg

Keinesfalls sollte – losgelöst von den bestehenden Projekterfordernissen – ein Vorgehensmodell im Voraus als Standardvorgehensmodel definiert sein. Zu groß ist die Gefahr, dass Sie mit definierten Standardvorgehensmodellen an den eigentlichen Projektzielen vorbei arbeiten.

Klassische Vorgehensmodelle

Die klassischen Vorgehenmodelle behandeln Projektphasen sequenziell und sind dokumentlastig organisiert.

Die Projektmethoden der klassischen Vorgehensmodelle unterteilen Projekte mit den unterschiedlichen Projekttätigkeiten in Abschnitte, in denen bestimmte Projektergebnisse zu erbringen sind.

Beispiele klassischer Vorgehensmodelle

  • Wasserfall-Modell
  • Spiralmodell
  • Rational Unified Process (RUP)
  • V-Modell
  • Prince2

Im Wasserfall-Modell sind alle Projektanforderungen bereits zu zu Beginn formuliert, alle weiteren Phasen bauen auf diesen Anforderungen auf. Jede Änderung bedeutet somit einen Rücksprung in die vorherigen Phasen.

Wie Sie das erhöhte Risiko explodierender Projektkosten vermeiden:

Nach dem Wasserfall-Modell durchgeführte Projekte lassen die Projektkosten zum Projektende explodieren.

Änderungskosten im Projektverlauf: Kosten-Diagramm in Projektphasen

Änderungskosten im Projektverlauf: Kosten-Diagramm in Projektphasen – Zu Projektbeginn sind die Änderungskosten noch sehr gering. Mit fortschreitendem Projektverlauf steigen die Änderungskosten in klassischen Projekten nach dem Wasserfallmodell inmitten des Projekts dann exponentiell. Grundsätzlich gilt, dass gut definierte Anforderungen zum Projektstart die Projektgesamtkosten signifikant senken, denn mit einer guter Vorplanung reduzieren Sie den Bedarf an späteren Änderungen bereits von vornherein.

Im Projektverlauf entstehende Kosten steigen wenn erst in späten Phasen innerhalb des Wasserfall-Modells erforderliche Änderungen festgestellt werden. Die Kosten für Anforderungsänderungen steigen dann exponentiell.

Warum mit klassischen Projektmethoden die Projektkosten exponentiell steigen

Zudem sind klassische Projektmethoden verstärkt darauf ausgerichtet zu beschreiben, wie eine Projektphase im Projektverlauf abzuwickeln ist und in welchen Dokumenten jede Projektphase im Detail beschrieben ist. Der Projektablauf ist somit quasi im Vorfeld bereits festgelegt ohne agil auf im Projektverlauf eintretende Anpassungen und Änderungswünsche eingehen zu können.

Auch startet der eigentliche Softwarerealisierungsprozess erst zu einem sehr späten Projektzeitpunkt. Im Vergleich zu agilen Methoden hat der Kunde erst spät Einblick in die Softwarerealisierung.

Somit besteht in allen klassischen Vorgehensmodellen bereits zu Projektbeginn das Risiko, dass formulierte Projektanforderungen nicht dem entsprechen, was Kunden als Auftraggeber sich vorstellen. Auch das Feedback der Endanwender bleibt größtenteils gänzlich unbeachtet.

Auch wenn die klassische Methoden versuchen dieses Risiko versuchen  durch vorgegebene Dokumente und Richtlinien zu minimieren. Sie konzentrieren sich darauf, bereits zu Beginn eines Projektes die größtmögliche Planbarkeit des Projektes zu erzielen.

Agile Vorgehensmodelle

Agile Vorgehensmodelle sind darauf spezialisiert kurzfristig auf Veränderungen reagieren zu können.

Im punkto Anforderungsmanagement sind agile Methoden grundsätzlich auf keine spezielle Dokumentationsweise festlegt. Pragmatisch formulieren die agilen Projektmethoden »was« und »welche« Milestone Projekte erreichen. Das  »wie« der Projektmethodik rückt dabei in den Hintergrund.

Somit ist die Integration neuer Anforderungen und Änderungen jederzeit möglich. Zudem ist Feedback ausdrücklich erwünscht!

Beispiele agiler Vorgehensmodelle

Den agilen Charakter und die durch Feedback ermöglichte Ausrichtung am Kunden beschreibt das Agile Manifest kompakt als grundlegendes Prinzip:

»Welcome changing requirements, even late in development. Agile processes harness change for the customer’s competitive advantage«.

Hybride Vorgehensmodelle

Die hybriden Vorgehensmodelle kombinieren die Methodik der klassischen und agilen Projektmodelle. Somit sind die Variationen hybrider Projektmodelle ebenso vielfältig wie beliebt. Je nach Anwendungskontext, Domänenmodell und Art der Kundenintegration bieten die verschiedensten Ansätze unterschiedliche Vorteile. Unsere Empfehlung lautet daher: Stellen Sie sich je Bedarf und ihren Projektanforderungen ihr eigenes Vorgehensmodell – ganz auf ihre individuellen Bedürfnisse ausgerichtet – zusammen.

Jetzt lesen: Wie Sie Softwareprojekte erfolgreich evaluieren!


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